Geschichtlicher Überblick des Amtes Haddeby

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Das Amt Haddeby mit den Gemeinden Borgwedel, Busdorf, Dannewerk, Fahrdorf, Geltorf, Jagel, Lottorf und Selk ist ein Teil des alten Amtes Gottorp, das zum Herzogtum Schleswig gehörte. Die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden durch Patent vom 12. Januar 1867 in die preußische Monarchie einverleibt. Am 22. September 1867 wurde die rechtliche und organisatorische Grundlage geschaffen, auf der sich die schleswig-holsteinische Verwaltung nach neuzeitlichen Gesichtspunkten fortentwickeln konnte. 

tl_files/haddeby/seiteninhalte/runenstein.jpgDie acht Gemeinden des Amtes Haddeby liegen südlich vor den Toren der Kreisstadt Schleswig und erstrecken sich über eine Fläche von ca. 8.000 ha. Sie sind reich an geschichtlichen Fundstätten. Seinen Namen hat das Amt Haddeby erhalten von dem wikingerzeitlichen Handelsplatz "Haithabu" am Haddebyer Noor. Besonders erwähnenswert sind der Runenstein von Busdorf (10. – 11. Jahrhundert), der im Original im Wikingermuseum im Ortsteil Haddebder Gemeinde Busdorf steht, die Danewerkwälle, die zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert zur Verteidigung errichtet wurden und ursprünglich vom Halbkreiswall von "Haithabu" bis zur Treene führten, die Oldenburg bei Busdorf und die Thyraburg bei Dannewerk. Weitere Informationen über das größte archäologische Geländedenkmal Nordeuropas erhalten Sie durch einen "Klick" auf die Seiten des Kreises Schleswig-Flensburg.

Im Ortsteil Haddeby der Gemeinde Busdorf steht die im 12. Jahrhundert aus rohen Felssteinen errichtete Kirche. Im Jahr 1979 wurde vor der alten Wikingersiedlung "Haithabu" aus dem Haddebyer Noor ein Wikingerschiff geborgen. Dieses Schiff und die bisherigen umfangreichen Funde von "Haithabu" sind in dem 1985 errichteten Wikingermuseum ausgestellt. Das Schiff findet sich neben der ebenfalls im Hafen vor "Haithabu" gefundenen Glocke auch im Amtswappen wieder. Sie sind Zeugnis der außerordentlichen Bedeutung des Handelsplatzes "Haithabu" im Rahmen der frühmittelalterlichen Geschichte und Wirtschaftsgeschichte. Schiff und Glocke sind ebenfalls Ausdruck für die Bedeutung des Seehandels und die Anfänge der Christianisierung des europäischen Nordens. Die Farben des Wappens sind diejenigen des Landesteils Schleswig.

Gegenüber "Haithabu" liegt am Haddebyer Noor der Ehrenfriedhof Karberg, auf dem über 1.200 Tote des letzten Krieges ihre letzte Ruhestätte haben.
Durch den Amtsbereich führen u.a. die Bundesautobahn 7 und die Bundestrassen 76 und 77. Die Bundesbahnhauptstrecke Hamburg-Flensburg verläuft fast in Nord-Süd-Richtung durch den Amtsbezirk.