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Historische Stätten - „Wir sind Welterbe!“

Verteidigungsanlage Danewerk

Das Danewerk ist das größte Denkmal der Wikingerzeit. Zwischen ca. 650 und ca. 1200 wurden im Schleigebiet 30 Kilometer Verteidigungswälle angelegt. Das Danewerk sicherte die Südgrenze des alten dänischen Reichs. Die Wälle sperrten den Zugang nach Jütland über den Heerweg und kontrollierten die Handelsroute zwischen Nord- und Ostsee über Haithabu.

 

Als herausragender historischer Ort, nicht zuletzt durch die Ereignisse im Krieg 1864, hat das Danewerk in der nationalen Mythologie Dänemarks eine zentrale Bedeutung. Bei Kriegsausbruch am 1. Februar 1864 säumten 27 Schanzen den Wall, aber in der Nacht vom 5. bis 6. Februar 1864 räumte das Heer die Stellungen und zog sich nach Düppel zurück.

 

 

Handelszentrum der Wikinger

Haithabu liegt vor den Toren der Stadt Schleswig. In der Wikingerzeit, vom 9. bis 11. Jahrhundert, war die frühmittelalterliche Stadt eines der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas. In Haithabu kreuzten sich die wichtigsten Fernhandelswege und führten Menschen und Waren aus aller Welt zusammen. Zum Schutze der Stadt wurde ein befestigter Halbkreiswall errichtet. An diesen schließt im Westen das Verteidigungssystem des Danewerks an.

 

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Fast dreihundert Jahre lang hatte Haithabu die Schlüsselposition im Warenumschlag zwischen Nord- und Ostsee inne, schließlich waren von diesem Ort nur 18 Kilometer Landweg zu bewältigen, um über Treene und Eider die Nordsee zu erreichen. Mit dem Ende der Wikingerzeit, um die Mitte des 11. Jahrhunderts, gingen seine Funktionen an das am Nordufer der Schlei gelegene Schleswig über.

 

Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Das Befestigungssystem Danewerk und der frühstädtische Handelsplatz Haithabu gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen der Wikingerkultur. Nun sollen sie im Zuge einer transnationalen Seriennominierung zum Welterbe der UNESCO werden.

Das Danewerk und Haithabu bildeten zusammen das südliche Portal Skandinaviens.

 

Sie kontrollierten den Weg nach Dänemark und waren der Knotenpunkt für den Handel zwischen  Skandinavien und dem Kontinent. Die Denkmale knüpfen über Nord- und Ostsee sowie über den Nordatlantik hinweg an weitere herausragende Plätze wie Jelling und die Trelleburgen (Dänemark), Birka und Hovgården (Schweden), Thingvellir (Island), Hyllestad und die Grabhügel in Vestfold (Norwegen) sowie Grobina (Lettland) an. Seit 2008 bereitet Island zusammen mit Dänemark, Norwegen, Schweden, Lettland und Deutschland (Schleswig-Holstein) einen gemeinsamen Welterbeantrag bei der UNESCO vor. Darin sollen herausragende archäologische Stätten und Kulturlandschaften der Wikingerzeit in diesen Ländern die maritime Kultur der Wikinger in ihren unterschiedlichen Facetten repräsentieren.

 

Darunter sind neben Haithabu und dem Danewerk auch bereits auf der Welterbeliste eingetragene Stätten wie Jelling, Birka und Thingvellir vertreten. Zusätzlich werden drei dänischen Burgen des Trelleborg-Typs und der archäologische Komplex von Grobina in Lettland Teil der Nominierung.


Norwegen hat zuletzt im November 2010 entschieden, mit den herausragenden Schiffsbestattungen von Gokstad, Oseberg und Borre in Vestfold sowie dem Mühlsteinbruch in Hyllestad wichtige Stätten beizusteuern. Im Januar 2011 schließlich setzten alle teilnehmenden Länder ihre Denkmale als Beiträge zur Welterbenominierung „Viking Monuments and Sites“ auf ihre sogenannten Vorschlagslisten. Dieser Schritt ist eine wesentlich Voraussetzung für den Antrag bei der UNESCO und muss mindestens ein Jahr vor Antragstellung erfolgen.


Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein koordiniert unter der Leitung von Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim den Antrag für Schleswig-Holstein, denn die Landesbehörde ist zuständig für den Schutz und Erhalt der archäologischen Denkmale Danewerk und Haithabu.


Im Antragsverfahren wird eng mit Gemeinden, Städten, Kreisen und Organisationen zusammengearbeitet. Aus der intensiven Kooperation mit den AktivRegionen und dem Kreis Schleswig-Flensburg entstand das Projekt „Danewerk und Haithabu: Denkmal mit Wirkung!“. Dabei wurden die beteiligten Gemeinden besser vernetzt, die Grundlage für den touristischen Umgang mit den Denkmalen geschaffen und im Rahmen eines Wettbewerbs Ideen für die Gestaltung der Landschaft um das Danewerk gesammelt.

 

Gedenkstätte Königshügel

 

 

 

 

Der Königshügel am Ortseingang von Selk ist eine Gedenkstätte an die gefallenen österreichischen Soldaten im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864. In und um Selk herum liegen zudem verstreut auf den Feldern und an den Wegen Gräber von gefallenen Soldaten aus Österreich, Preußen und Dänemark.

 

 

Ehrenfriedhof Karberg

 

 

 

 

Gegenüber "Haithabu" liegt am Haddebyer Noor der Ehrenfriedhof Karberg mit über 1200 Toten des letzten Krieges. Als zentrale Begräbnisstätte für die Opfer des 2. Weltkrieges wurde der Karberg, die östliche Anhöhe im Bereich des Zugangs zum Haddebyer Noor festgelegt. Dazu wurden die im Kreis Schleswig-Flensburg und auch in anderen Teilen Schleswig-Holsteins verstreuten Feldgräber als Sammelfriedhof im Bereich des neu angelegten Ehrenfriedhofs und Kriegsgräberstätte Karberg überführt. Die Anlage soll den Toten ein dauerhaftes Ruherecht garantieren und den Besuchern aus dem In- und Ausland ein stilles Gedenken ermöglichen.

 

St. Ansgar-Kirche

 

 

 

 

Im Ortsteil Haddeby der Gemeinde Busdorf steht die im 12. Jahrhundert aus rohen Felssteinen errichtete Kirche. Das Gebiet um Haithabu, heute Haddeby, gilt als Ausgangspunkt der Verbreitung des christlichen Glaubens im Norden Europas, da Ansgar seine Holzkirche in der weiteren Umgebung unserer heutigen Kirche errichtet hat und von hier aus seine Mission betrieb. Die Kirchengemeinde Haddeby steht also in großer geschichtlicher Tradition.